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Korfu

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Korfu

Die schönsten Highlights befinden sich im Norden und im Westen. Wer mehr Zeit auf Korfu verbringt, sollte sich außerdem den Süden ansehen.

Wie sehr Kaiserin Sisi die Insel geliebt hat, wurde auch in den Zeilen deutlich, die sie im Jahr 1895 an ihre Tochter Valerie schickte. Sie berichtet von duftenden Ölbäumen, von einer untergehenden Sonne, die den Rosen einen goldenen Heiligenschein verleiht. Kleine Schiffchen scheinen mit roten und weißen Segeln auf dem tiefblauen Meer zu ruhen. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich in die Zeit der Reifröcke zurückzuversetzen, die bis heute durch die ehrwürdigen Gänge des Achilleion zu rauschen scheinen...

1. Das Archäologische Museum mit dem Artemistempel

Das Archäologische Museum befindet sich in der Hauptstadt der Insel.

Hier sind unzählige Fundstücke ausgegraben, die bei archäologischen Untersuchungen gefunden wurden.

Die lange Geschichte der Insel wird in jedem einzelnen Fund deutlich.

Eigentlich sollte das Museum nur dazu dienen, die Reste des Artemistempels zu zeigen.

Heute sind sie zwar eine der wichtigsten Attraktionen, aber im Museum finden sich noch viele weitere Stücke von großem Wert.

Für geschichtlich Interessierte ist ein Besuch ein Muss.

2. Der Nestorpalast

Dieser Palast wurde im Jahr 1939 von dem US-Amerikaner Carl William Blegen entdeckt.

Die weitläufige Stätte ist ein Palast und ein Verwaltungszentrum.

Die Gebäude sollen etwa im 14. und im 13. Jahrhundert v. Chr. Erbaut worden sein.

Ursprünglich war das Bauwerk mehrgeschossig.

Heute ist nur noch das Mauerwerk im Erdgeschoss bis zu etwa einem Meter erhalten geblieben.

Der Thronsaal dürfte für Geschichtsfreunde das Highlight sein.

Dort ist ein großer Opferherd ausgestellt, zum Teil ist die Wandbemalung in ihrem ursprünglichen Stil erhalten.

Nicht weniger imposant sind die Überreste eines Badezimmers mit einer rechteckigen, in Stein gehauenen Badewanne.

3. Angelokastro

Korfu hat im Lauf der Jahrtausende mehrfach den Besitzer gewechselt.

Es war Gegenstand von blutigen Kriegen, unzählige Mächte wollten sich mit der begehrten Insel schmücken.

Deutlich wird das an den vielen Burgen und Wehranlagen, die man überall sieht.

Angelokastro ist die „Burg der Engel“.

Sie stammt aus der Zeit des Byzantin.

Ihren Namen bekam sie, weil sie sich scheinbar an einen Bergkegel anschmiegt.

Die Lage war wohl der Grund dafür, dass die Burg der Engel noch niemals von einem Angreifer besiegt werden konnte.

4. Die Festung von Gardiki

Die Festung wurde im 13. Jahrhundert erbaut, sie weist eindeutige byzantinische Züge auf.

Gardiki ist die einzige große Wehranlage, die im Süden der Insel erhalten bleibt.

Sie bildet gemeinsam mit Angelokastro ein durchdachtes Verteidigungssystem, mit dem sich die Insel vor ihren Feinden schützen konnte.

Die Wehrmauern sind in Form eines Achtecks gebaut.

Darin sind acht Türme integriert, sie sind bis heute in ihrer ursprünglichen Höhe erhalten geblieben.

5. Das Achilleion

Nahe der Ortschaft Gastouri wurde im Jahr 1890 ein Sommerpalast für die österreichische Kaiserin Elisabeth von Österreich erbaut.

Die im Volksmund „Sisi“ genannte Adelige hatte einen Sinn für Harmonie und für architektonische Schönheit, und das zeigt sich sehr deutlich im gesamten Bau dieses Palastes.

Sie selbst gab ihm seinen Namen und stellt dabei auf den griechischen Helden „Achilles“ ab.

Sein Abbild findet man in der gesamten Anlage an mehreren Stellen, sei es als Ölgemälde oder als Granitstatue.

Der kaiserlichen Familie gefiel das im klassisch-pompejanischen Stil gehaltene Märchenschloss nach der Überlieferung übrigens nicht so gut.

Vom prächtigen Garten der Anlage aus hat man einen wunderschönen Blick über Korfu bis hin zum höchsten Berg der Insel, dem Pantokrator.

Das Achilleion ist eine der Sehenswürdigkeiten, die in keinem Korfu Reiseführer fehlen darf.

6. Das Byzantinische Museum

Wenn Sie in Ihrem Korfu Urlaub noch genügend Zeit haben, sollte das Byzantinische Museum auf Ihrer Liste stehen.

Es befindet sich in Antivouniotissa und ist dort in einer früheren Kirche angesiedelt.

Das Museum beherbergt aber nicht etwa Fundstücke aus der byzantinischen Zeit.

Vielmehr erhielt es seinen Namen, weil Korfu ab dem 15.

Jahrhundert zu einer Hochstätte der Herstellung von Ikonen nach byzantinischem Vorbild wurde.

Diese Kunst wurde viele Jahrhunderte lang mit großem Fleiß ausgeübt.

Erst im 19. Jahrhundert hatte sie sich langsam überholt.

Deshalb gibt es in diesem Museum sehr prachtvolle und in Teilen außergewöhnlich große Ikonen nach christlich-orthodoxem Stil zu sehen.

Sie wurden von verschiedenen Kunstschülern angefertigt und geben deshalb einen guten Überblick über den Verlauf der hohen Kunst der Ikonenherstellung.

7. Die Alte Festung

Auf der ganzen Insel finden sich Festungsanlagen, die von den Byzantinern erbaut wurden.

Als aber die Venezianer die Herrschaft in Korfu übernahmen, mussten diese Festungsanlagen erobert werden.

Im 14. Jahrhundert gelang das den venezianischen Eroberern.

Sie bauten die schon vorhandenen Festungen noch weiter aus.

In der Inselhauptstadt entstand dadurch die Alte Festung.

Das Bollwerk ist noch heute massiv und flößt Respekt ein.

Die machtvollen Bastione für die Artillerie stehen sinnbildlich dafür, dass die Burg nicht zu erobern ist.

Die gesamte Anlage ist zur Seite der Stadt durch einen Wassergraben getrennt und gleicht deshalb einer künstlich errichteten Insel.

Die Festung war maßgeblich an der Zerschlagung von drei großen Belagerungen durch die Osmanen beteiligt, sie entfielen auf die Jahre 1537, 1571 und 1716.

8. Die Neue Festung

Neben der Alten Festung gibt es natürlich auch eine Neue Festung.

Auch sie wurde von den Venezianern erbaut.

Ihren Namen hat sie nur deshalb, weil sie ein paar Jahre jünger ist als ihr Pendant.

Allerdings liegt sie nicht direkt an der Nähe der Küste.

Sie befindet sich im Landesinneren auf dem Hügel Sankt-Markus, der über der Stadt thront.

Wie die Alte Festung hat auch sie im Lauf der Jahrhunderte mehrere Angriffe überstanden und wurde von ihren Feinden niemals vollständig eingenommen.

9. Die St. Spyridon Kirche

Namensgeber dieser Kirche ist der Schutzheilige der Insel, der St. Spyridon.

Die Gebeine des Heiligen sind bis heute in der St. Spyridon Kirche aufbewahrt, sie ist ihm geweiht.

Das zu Ende des 16. Jahrhunderts erbaute Gebäude wird bis heute mehrmals jährlich der Schauplatz von Prozessionen.

Die größte Prozession findet am Karsamstag statt. Dabei werden die Reliquien bei der Prozession mitgeführt und für einige Tage für die Gläubiger in der Kirche ausgestellt.

Danach bewahrt man sie wieder in dem kunstvollen Sarg auf, er ist aus reinem Silber gearbeitet.

10. Die Villa Mon Repos

Das touristische Zentrum von Korfu ist zweifelsohne Korfu-Stadt, von den Einheimischen auch Kérkyra genannt.

Die UNESCO hat Korfu-Stadt vor einigen Jahren zum Weltkulturerbe ernannt.

In der Altstadt findet der Reisende alles, was das Herz begehrt.

Schmale Gässchen mit Kopfsteinpflaster, einen hübschen Marktplatz mit einladenden Café und Geschäften.

Sehenswert ist das Rathaus im venezianischen Stil aus dem Jahr 1663.

Es fungierte ursprünglich als Versammlungshalle für die Adeligen, wurde im Jahr 1903 aber zum Rathaus ernannt.

Ein weiteres Highlight der Stadt ist Mon Repos.

Nach dem Bau war Mon Repos die Sommerresidenz des britischen Generalgouverneurs, als Korfu noch unter britischer Herrschaft stand.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war das Schloss dann die Residenz der griechischen Königsfamilie.

Diese Funktion blieb bis zum Jahr 1967 erhalten, in diesem Jahr wurde die Monarchie abgeschafft.

Der heutige Herzog von Edingburgh, der Prinzgemahl der britischen Queen Elisabeth II, wurde hier geboren.

Heute befindet sich in Mon Repos ein Museum für die Geschichte Korfus.

Fazit & Zusammenfassung

  • Um Korfu in seiner ganzen Schönheit zu entdecken, sollten Sie sich einen Mietwagen nehmen.

    So sind Sie flexibel und können die Insel auf eigene Faust erkunden.

  • Die schönsten Korfu Sehenswürdigkeiten sind im Norden und im Westen zu finden, aber auch der Süden hat Einiges zu bieten.

    Lassen Sie sich von den zum Teil unwegsamen Straßen und Wegen nicht abschrecken.

  • Wenn Sie langsam und aufmerksam fahren, schaden sie Ihrem Mietwagen nicht.
  • Korfu ist nicht nur für Reisende ideal, die sich für weitläufige Mittelmeerlandschaften und tiefe Schluchten begeistern.

    Auch wer historisch und architektonisch interessiert ist, findet hier ein Urlaubsparadies der Extraklasse.